Länderleitfaden

Entgelttransparenz in Portugal

Was die EU-Entgelttransparenzrichtlinie für Arbeitgeber in Portugal bedeutet — auf Grundlage der nationalen Umsetzung: Status, Schwellenwerte, Auslöser der gemeinsamen Entgeltbewertung und zuständige Stelle.

Von Paritir · Zuletzt aktualisiert 1. Juli 2026

Entwurf / in Arbeit

Portugal missed the 7 June 2026 deadline. A draft transposition law (projeto de proposta de lei, Council-of-Ministers stage) was published 5 August 2026 (Boletim do Trabalho e Emprego, Separata n.º 26/2026); its 20-day public consultation closed 25 August 2026 and no post-consultation revised text has been published. The GOVERNMENT's bill has not been tabled in the Assembleia da República — confirmed against the Assembleia's own initiative register on 2026-09-03, where no Proposta de Lei in the XVII legislature matches "remunerat" or "igualdade" against a control of 103 tabled, and no initiative of any type matches "60/2018" or "transparência salarial". This is NOT a claim that pay transparency is absent from the Assembleia: opposition bills exist, one of them naming transparência salarial in its title. The draft amends Lei n.º 60/2018, CITE's organic law (Decreto-Lei n.º 78/2026, which has superseded the DL 76/2012 that Lei 60/2018 art. 16 amended) and the Código de PROCESSO do Trabalho — not the Código do Trabalho. Its reporting scope floor is 50 employees — stricter than the Directive's 100 — phased in: 250+ annually and 150–249 triennially from 7 June 2027 (Art. 4.º-C(1)-(2), 18.º(5)-(6)); 50–149 triennially from 7 June 2031 (Art. 18.º(7)). Publication is STATE-RUN: a not-yet-named "entidade responsável pelo tratamento de dados" publishes national/regional/sectoral and per-employer disparity data (Art. 5.º-B), not the employer's own website. Lei n.º 60/2018 remains in force in the meantime, and its Article 5 duty binds 250+ employers since 21 February 2019 and 50+ since 21 February 2021. Draft is provisional pending formal tabling and enactment.

Portugal hat einen Umsetzungsentwurf in Arbeit, ihn aber noch nicht erlassen. Die Werte unten geben die Vorgaben der Richtlinie und den aktuellen Entwurf wieder und können sich bis zur endgültigen Fassung ändern.

Die Berichtspflichten richten sich nach der Größe des Arbeitgebers: 250 oder mehr Beschäftigte, ab 2019; 50 oder mehr Beschäftigte, ab 2021; 150 oder mehr Beschäftigte, ab 2027 · Alle drei Jahre (voraussichtlich); 250 oder mehr Beschäftigte, ab 2027 · Jährlich (voraussichtlich); 50 oder mehr Beschäftigte, ab 2031 · Alle drei Jahre (voraussichtlich). Bis das nationale Recht einen eigenen Wert festlegt, gilt der 5-%-Auslöser der Richtlinie für die gemeinsame Entgeltbewertung.

Die Kennzahlen werden der zuständigen Behörde gemeldet, nicht öffentlich veröffentlicht. So oder so bleibt die eigentliche Arbeit gleich: gleichwertige Arbeit über eine geschlechtsneutrale Arbeitsbewertung feststellen, den gesetzlichen Entgeltbericht im nationalen Format erstellen und dort, wo die Lücke zu groß ist, eine gemeinsame Entgeltbewertung durchführen.

Pflichten im Überblick

Berichtsschwelle
  • 250 oder mehr Beschäftigte, ab 2019
  • 50 oder mehr Beschäftigte, ab 2021
  • 150 oder mehr Beschäftigte, ab 2027 · Alle drei Jahre (voraussichtlich)
  • 250 oder mehr Beschäftigte, ab 2027 · Jährlich (voraussichtlich)
  • 50 oder mehr Beschäftigte, ab 2031 · Alle drei Jahre (voraussichtlich)
Gemeinsame Entgeltbewertung—
Öffentliche VeröffentlichungNur Meldung an die Behörde
Zuständige Behörde Autoridade para as Condições do Trabalho (ACT) — the "serviço com competência inspetiva do ministério responsável pela área laboral" that receives the art. 32 return and issues the Lei 60/2018 art. 5.º plan notice; Comissão para a Igualdade no Trabalho e no Emprego (CITE) for binding pay-discrimination opinions and monitoring (arts. 6.º, 8.º); the August 2026 draft adds a not-yet-named data-processing entity that publishes disparity statistics

Häufige Fragen

Gilt die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in Portugal?

Portugal hat einen Umsetzungsentwurf in Arbeit, ihn aber noch nicht erlassen. Die Werte unten geben die Vorgaben der Richtlinie und den aktuellen Entwurf wieder und können sich bis zur endgültigen Fassung ändern.

Welche Arbeitgeber müssen in Portugal berichten?

Die Berichtspflichten richten sich nach der Größe des Arbeitgebers: 250 oder mehr Beschäftigte, ab 2019; 50 oder mehr Beschäftigte, ab 2021; 150 oder mehr Beschäftigte, ab 2027 · Alle drei Jahre (voraussichtlich); 250 oder mehr Beschäftigte, ab 2027 · Jährlich (voraussichtlich); 50 oder mehr Beschäftigte, ab 2031 · Alle drei Jahre (voraussichtlich).

Was löst in Portugal eine gemeinsame Entgeltbewertung aus?

Bis das nationale Recht einen eigenen Wert festlegt, gilt der 5-%-Auslöser der Richtlinie für die gemeinsame Entgeltbewertung.

Dieser Leitfaden fasst öffentlich verfügbare Informationen nur zur Orientierung zusammen. Er ist keine Rechtsberatung — prüfen Sie jeden Wert anhand des Umsetzungstextes von Portugal, bevor Sie sich darauf verlassen.

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